Termine 2/2019

Samstag, 31.08., 20:00

Sabrina Palm & Steve Crawford - Fresh folk from Scotland

Samstag, 14.09., 20:00

Essex Blues Brothers: Blues-, Rock- und Popmusik Golden Oldies der 60er bis 90er Jahre

Sonntag, 29.09., 11:30

Swing Dynamique - Jazz-Frühschoppen - Cajetan Stracke und Band mit akustischem Jazz in der Tradition von Django Reinhardt

Sonntag, 06.10., 14:30

Mechthild Darquenne-Danwerth:

Food-Art - Fotorealistische Ölmalerei

Ausstellungseröffnung

Samstag/Sonntag 13./14.10. Freckenhorster Herbst

Öffnungszeiten: 11:00 - 18:00

Sonntag, 03.11., 17:00  Beppe Gambetta

Meister der Akustik-Gitarre

Sonntag, 24.11., 18:00

Magical Mystery Duo

Mühlmann & McCarthy play the Beatles

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Ausstellung

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Musik

MUSIK

Kreativ

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Pressestimmen

Beppe Gambetta - Meister der Akustik-Gitarre

Foto: Freckenhorster Bürgerhaus

Die Glocke 05.11.2019

Geschichten aufs Gitarren-Griffbrett gezaubert

Freckenhorst (ed). Wie ein Streifenhörnchen herumflitzt, das verdeutlichte der wieselflinke Ausnahmegitarisst Beppe Gambetta am Sonntag bei seinem Konzert im Bürgerhaus. Der gebürtige Genueser vermittelte bei der Auftaktveranstaltung zu seiner Jubiläums-Europatournee dem begeistert lauschenden Publikum mit seiner Komposition "Chipmunk" die lautmalerisch beeindruckende Geschwindigkeit des possierlichen Tierchens.

 

Dazu aktivierte der fingerfertige Künstler eine Loop-Box, "eine Schachtel, die Akkorde zurückspielt". Seine in deutscher Sprache vorgetragene Anmoderation stellte diesen digitalen Effekt als seinen "Cousin Gino Gambetta" vor. Gino ist kein "Alter Ego", Gino ist ein hochwertiger Stereo-Looper und Phrasen-Sampler, der es dem Gitarristen ermöglicht, Sequenzen während der Darstellung aufzuzeichnen, in der Echtzeit zu wiederholen und live darüber zu spielen.

Der Griff in die Trickkiste erlaubt dem Maestro und genialen Flatpicking-Player das feurige Formel-1-Tempo. Unglaublich, wie schnell Beppes Finger über das Griffbrett gleiten und die generierten Töne die Atmosphäre im voll besetzten Bürgerhaus verzaubern.

Das Auditorium konnte staunen, es bekam in einer Person einen Komponisten, Autor, Interpreten und Erneuerer traditioneller Folkmusik und Klassik zu hören. Gambettas narrative Songs ermöglichen eine auditive Reise durch Raum und Zeit, seine famose Anschlagtechnik transportiert empfindsame sowie harte Realitäten. Gambetta animierte alle zum Mitsingen und -summen, bekam bei dem in deutscher Sprache vorgetragenen Song "Der Wind trägt uns davon" auf den Oberschenkeln geklopfte Bodypercussion als kollektive Unterstützung.

Besonders expressiv waren seine Lieder über die letzte Schlacht des Indianerhäuptlings "Tecumseh" und das Schicksal der blutjungen Partisanen, die 1944 im Zweiten Weltkrieg in dem ehemaligen Zisterzienser-Kloster "Benedicta" einer Säuberungsaktion deutscher Truppen zum Opfer fielen.

Selbstverständlich durfte die als "Joe Green´s" angesagte Sopranarie "La Vergine Degli Angeli" aus der Oper "Die Macht des Schicksals" von Giuseppi Verdi nicht fehlen.

Neben weiteren europäischen Klassikern traten auch rauchende Westernsongs und deftige Seemannslieder im genuesischen Dialekt auf den polyglotten Spielplan.

Karin Wichmann vom Verein Bürgerhaus freute sich über die überaus gelungene Veranstaltung und verabschiedete den mit Applaus und Bravo-Rufen bejubelten Künstler mit einem edlen Tropen Weißwein.

Westfälische Nachrichten 05.11.2019

Temporeiche Reise durch die Musik

Von Rebecca Lek

 

FRECKEnHORST. Gewohnt gut gefüllt war am Sonntagabend das Bürgerhaus in Freckenhorst. Das Konzert des Ausnahmegitarristen Beppe Gambetta füllte das Haus schnell.

Der aus Genua stammende Musiker startete mit dem Auftritt im Bürgerhaus seine Europatournee. "Welches Haus wäre wohl besser für einen Tourstart geeignet", begrüßte Karin Wichmann die Zuschauer und übergab anschließend das Mikrofon an Beppe Gambetta, der seit 30 Jahren durch Deutschland tourt. Auf was er sich am meisten freut? "Ich liebe es kalt, und Grünkohl ist einfach lecker", gab Gambetta als Antwort.

Auf charmante Art führte der Gitarrist durch den Abend - und das auf Deutsch. Teilweise spielte er rein instrumental, mal sang er auf Englisch, Italienisch oder Deutsch. Von den 16 gespielten Stücken stammten sechs aus der eigenen Feder, aber auch die bekannteren Werke wie "Randall Collins" oder Guiseppe Verdis "La vergine degli angeli" hatte Gambetta neu arrangiert und verlieh jedem einzelnen Stück damit eine eigene, authentische Note.

Zudem gab er einen kleinen Einblick in sein Leben, wenn er zu jedem der gespielten Werke eine Geschichte erzählte. "Jetzt kommt ein erotischer Moment. Das Lied hat viele Metaphern. Aber es ist genuesisch, also versteht ihr sowieso nichts", bemerkte der 64-Jährige mit einem verschmitzten Lächeln - und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Technisch überragend spielte Gambetta und zeigte, was auf einer Akustikgitarre alles möglich ist. Dabei erklärte er den Konzertbesuchern das "Flatpicken", eine besondere Art, mit dem Plektron zu spielen. "Ich habe es lange erforscht und zwei Bücher dazu herausgebracht. Da war ich noch der Champion - aber es spielte ja sonst auch keiner so", betonte Gambetta und leitete so zu seinem eigenen Stück "Chipmunk" über. Das rasant schnelle Werk ist temporeich und spielerisch anspruchsvoll und sollte das schnelle Laufen des Streifenhörnchens beschreiben. Hoch konzentriert ließ Beppe Gambetta seine Finger über die Saiten der Gitarre fliegen. Die Zuschauer hielten den Atem an, bis der letzte Akkord verklungen war. Danach brandete tosender Applaus auf.

Die Besucher des Konzertes kamen nicht nur musikalisch auf ihre Kosten. Beppe Gambetta nahm sich in der Pause Zeit, mit den Zuschauern ins Gespräch zu kommen. "Es ist wunderschön hier und das Publikum ist fantastisch. Sie folgen mir und machen mit", schwärmte der Gitarrist.

Food Art - Fotorealistische Ölmalerei - Mechthild Darquenne-Danwerth - Ausstellungseröffnung - 06.10.2019

Fotos: Freckenhorster Bürgerhaus

Die Glocke 09.10.2019

Bürgerhaus präsentiert Bilder zum Anbeißen

Freckenhorst (bjo). Verlockend sieht das glasierte Kuchenstück aus, das an der Wand des Freckenhorster Bürgerhauses hängt. Wer wollte da nicht direkt hineinbeißen? Gut, dass es die zahlreichen Besucher der Ausstellungseröffnung "Food Art" nicht getan haben. Denn das Kuchenstück ist ein Exponat der Ausstellung mit Werken von Mechthild Darquenne-Danwerth, die im Bürgerhaus fotorealistische Ölmalerei zeigt.

"Was da auf den neutralen und planen Leinwandflächen, die einer Malerin zur Verfügung stehen, mit Ölfarben und feinstem Pinselstrich in dreidimensionale Strukturen gezaubert wird, ist verführerisch, bezaubernd und verzaubernd zugleich", würdigte Oberstudiendirektor i.R. Klaus Gruhn die Arbeiten von Mechthild Darquenne-Danwerth, die von 1992 bis 2002 am Gymnasium Laurentianum und anschließend bis 2015 am Mariengymnasium Kunst unterrichtet hatte. "Die alltäglichen Lebensmittel werden zum Augenschmaus und sinnlichen Genuss, zum ästhetisch schönen Objekt, zum Abbild einer sonst verborgenen Fülle, zum Erlebnis eines sonst verborgenen Reichtums der Natur." Von "den zum Reinbeißen appetitlichen Brotschnitten und der aufgeschnittenen Tomate" ließ Gruhn seinen Blick zu einer Porreestange schweifen, die Mechthild Darquenne-Danwerth zum Motiv eines Triptychons gemacht hatte und zu einem Rhabarberbild, nach dem goldenen Schnitt geformt, mit Komplementärkontrasten und einer durch Blattäderchen übersteigerten Dreidimensionalität. "Wir erfreuen uns an dem vielfältigen malerischen Augenschmaus, an dem Spiel mit Realitäten und Täuschungen und an dem hintergründigen Ernst, der aus diesem Spiel erwachsen kann", hielt Gruhn fest.

Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Musik der Band "Swing Dynamique", die sich über viel Applaus freuen durfte. Unter anderem auch vom Bürgerhaus-Vorsitzenden Peter Marberg, der "Swing Dynamique" für ihre Musik dankte und den Gästen der Vernissage viel Vergnügen beim Betrachten der Bilder wünschte: "Das ist eine wirklich phänomenale Ausstellung".

Die Ausstellung "Food Art" mit Werken von Mechthild Darquenne-Danwerth ist während des "Freckenhorster Herbst" am 12. und 13. Oktober jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Öffnungstermine sind der 20. Oktober und der 10. November (jeweils von 15 bis 17 Uhr mit Anwesenheit der Künstlerin) sowie die Finissage am 17. November von 14.30 bis 17 Uhr.